Leuchtturm im Mondlicht

Recht spät, an einem Samstagabend, entschieden wir uns eine spontane Fototour zu unternehmen. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns, das Licht des Vollmondes zu nutzen und ein surreales Bild zu schaffen. Dabei ist es wichtig, einen dunklen Ort zu finden, da so der Effekt erst wirklich zu sehen ist. Unser Blick fiel dabei auf den Leuchtturm in Moritzburg, da dieser ein ausgezeichnetes Motiv ist. Gegen 0.30 Uhr erreichten wir unser Ziel und schon der erste Eindruck überwältigte uns. Egal ob am Tag oder in der Nacht, Moritzburg und vor allem der Leuchtturm gehören zu den schönsten Motiven in der Region.

Die Atmosphäre und das Flair waren und sind einzigartig. Schnell postierten wir uns und packten unser Equipment aus. Das Einstellen der Kameras nahm etwas mehr Zeit in Anspruch, da die Dunkelheit es schwierig macht Schärfe, Bildausschnitt und Belichtungszeit auf Anhieb korrekt einzustellen. Nach einigen Probeschüssen fanden wir die optimalen Einstellungen. Durch die lange Belichtungszeit, von etwa 10 Minuten, verrann die Zeit relativ schnell. Dadurch konnten wir jeden Moment ausgiebig auf uns wirken lassen. Wir sprachen nicht viel, wir schwiegen und genossen. Während wir am Leuchtturm standen, fiel unser Blick immer wieder auf das Fassanenschlösschen, da es in unserer Galerie noch fehlte. Daher postierten wir uns im Anschluss um und versuchten das Schlösschen in Szene zu setzen. Dies fiel aufgrund des hellen Mondes nicht schwer und bald darauf hatten wir auch dieses Motiv im Kasten. Gegen 2 Uhr traten wir den Heimweg an. Auf diesem suchten wir nach weiteren Spots, da wir zum einen im Fotofieber waren und zum anderen das Licht und die Stimmung einfach viel zu schön waren um jetzt nach Hause zu fahren. Das Schloss Moritzburg konnten wir leider nicht fotografieren, da die Beleuchtung zu dieser späten Stunden noch brannte. Aber wir wussten, dass die Albrechtsburg in Meißen nach 0 Uhr abgeschaltet wird. Deshalb fuhren wir nach Meißen und suchten einen geeigneten Spot. Diesen fanden wir in der Spitzkehre auf dem Plossen. Die verbliebene Beleuchtung der Stadt machte ein Bild wie in Moritzburg unmöglich. Dennoch war es amüsant die schlafende Stadt, von der Mauer in der Plossenkurve aus, zu beobachten. Auch die zwei eilig vorbeirennenden Waschbären bleiben uns in Erinnerung. Gegen 3 Uhr in der Nacht traten wir dann endgültig den Heimweg an. Da wir keinerlei Müdigkeit verspürten, setzen wir uns, zu Hause angekommen, noch an die Rechner und werteten die Bilder aus. Marco war sogar noch so verrückt ein Bild vom Leuchtturm zu bearbeiten. Wir schrieben uns noch eine Weile via Telefon und tauschten unsere Meinungen über den Bearbeitungsstand aus. Gegen 4 Uhr legten wir uns dann wirklich schlafen. Wir erinnern uns gern an den Ausflug zurück. Spontanität zahlt sich in der Landschaftsfotografie fast immer aus. Nicht nur der Tag hat seine schönen Facetten, auch in der Nacht können schöne Momente erlebt werden. Das Mondlicht und die Stimmung in der Nacht verleiht den Bildern einen besonderen mystischen bzw. surrealen Touch.

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