Farbenzauber auf dem Eis

Das hervorragende Winterwetter mit kalten Temperaturen, reichlich Schnee und Sonnenschein lud uns ein, wieder eine kleine Fototour zu unternehmen. Also starteten wir an einem kalten Samstagnachmittag in Richtung Coswig. Unser Ziel war diesmal der Haudelteich, der durch die eisigen Temperaturen der letzen Tage komplett zugefroren war. Georg besaß schon eine genaue Bildidee im Kopf und benötigte nicht lange, um Marco zu überzeugen, diese auch umzusetzen. Seine Idee bzw. Gedanken befassten sich mit gebrochenen Eis. Wir wollten uns natürlich nicht freiwillig auf zu dünnes Eis begeben. Eher dachten wir an Risse, die nur in der Tiefe des Eises zu sehen sind.

Kurz nach Sonnenuntergang betraten wir das schneebedeckte Eis des Haudelteiches und gingen auf die Suche nach einem geeigneten Spot bzw. interessanten Loch in der Schneedecke. Ihr werdet euch sicherlich wundern, warum wir erst nach Sonnenuntergang unterwegs waren? Diesmal wollten wir uns mehr auf die blaue Stunde konzentrieren, um die Farbe im Eis noch mehr zur Geltung zu bringen. Nach circa 5 bis 10 Minuten entdeckte Marco sehr nah am Ufer eine perfekte Szenerie. Kurz unter der Oberfläche des freien Eises hatte sich eine große Luftblase gebildet und erschuf so einen wundervollen Standort für unser Foto. Georg positionierte seine Kamera mit Weitwinkelobjektiv sehr nah über dem Eis im Hochformat, um durch die Luftblase eine Art Führungslinie ins Bild hinein zu erzeugen. Nach kurzem Ausrichten war der Bildaufbau auch schon fertig und wir kümmerten uns nun gemeinsam um einen Spot für Marco. Auf dem Eis befanden sich auch einige Angler, die den einen oder anderen Fisch aus dem Wasser zogen. Dies war auch einer der Gründe, warum wir bedenkenlos das Eis betraten. Die zum Eisangeln benötigten Löcher ergaben ein interessantes Fotomotiv. Die vielen weggesprungenen Eissplitter, von den eingeschlagenen Löchern, ergaben, eine wunderschöne Möglichkeit mit Tiefenunschärfe und Lichtspielen zu arbeiten. Marco positionierte seine Kamera ebenfalls sehr nah über dem Eis und kreierte so ein ganz besonderes Foto. Er nutzte in seinem Bild die letzten Farben des Sonnenuntergangs am Horizont, um das Wechselspiel aus Licht und Farben auf dem Eis festzuhalten. Als die blaue Stunde immer mehr über uns herein brach, fotografierten wir ein Bild nach dem anderen. Am Ende war es schon fast dunkel, als wir den Heimweg antraten. Mit den Ergebnissen sind wir vollends zufrieden und freuten uns diese Idee sofort umgesetzt zu haben.

 

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