Ein malerischer Sonnenuntergang

Nach einem Blick auf die Wetter-App entschlossen wir uns an einem frühherbstlichen Dienstagmittag zu einer spontanen Fahrt in die Sächsische Schweiz. Laut der Vorhersage sollte es der einzig schöne Tag der ganzen Woche werden. Aus diesem Grund packten wir unsere Sachen und fuhren Punkt 15 Uhr los in Richtung Schrammsteinaussicht. Die Schrammsteine sind eine stark zerklüftete und lang gezogene Felsformation im Elbsandsteingebirge. Im Westen bildet der Vordere Torstein den Anfang der Felskette im Südwesten. Die Kette zieht sich dann durchbrochen von drei mächtigen senkrechten Felsöffnungen, den sogenannten Schrammtoren, bis zur Schrammsteinaussicht.

Hier enden die „Vorderen Schrammsteine“ und in Richtung Schmilka schließen sich die „Hinteren Schrammsteine“ an. Unser Ziel war an diesem Nachmittag allerdings die Schrammsteinaussicht, welche mit einer Höhe von 417 Meter ü.NHN einen wundervollen Blick über das sächsische Elbland bietet. Wir begannen unseren Aufstieg vom Parkplatz „Nasser Grund“ im Kirnitzschtal und mussten unsere geplante Route zu Beginn bereits leicht abändern. Vermutlich aufgrund von Felsabbrüchen sind Teile der Strecke gesperrt und wir mussten eine andere Strecke wählen. Allerdings ist dies aber durch Schilder ausgewiesen und somit kein Problem. Dennoch sollte eine aktuelle Wanderkarte immer parat im Rucksack liegen. Nach rund 45 Minuten über steil ansteigende Wege und Leitern, die wir hinauf klettern mussten, waren wir auch schon auf dem Gipfel angekommen. Gemeinsam genossen wir ein paar Minuten die sagenhafte Aussicht und packten danach unser Fotoequipment aus. Jeder suchte sich einen passenden Spot und fing langsam an, sich „warm“ zu fotografieren. Das einzige was noch nicht ganz mitspielen wollte, war das Wetter. Es wehte ein sehr unangenehmer Wind und die Wolken am Himmel ließen noch keinen direkten Blick auf die Sonne zu. Wir ließen uns aber nicht entmutigen und harrten eine Weile auf der Aussicht aus. Nachdem wir mit einigen Touristen kurze Gespräche führten, kam der Sonnenuntergang immer näher. Pünktlich zur goldenen Stunde formten sich dann recht ansehnliche Wolkenformationen und die Sonne erleuchtete den Sandstein vor uns in ihrem einmaligen goldenen Licht. Das fotografieren konnte nun beginnen. Marco konzentrierte sich mehr auf die goldene Stunde und die speziellen Momente vor Sonnenuntergang. Georg hingegen stellte sich rein auf den Sonnenuntergang ein. Er wollte unbedingt die Lichtspiele einfangen, wenn die Sonne kurz vor dem Horizont ist. Jeder fotografierte seine Momente und nach einem genialen Sonnenuntergang waren wir überglücklich diese Tour unternommen zu haben. Zum Beginn der Blauen Stunde packten wir recht zügig unsere Taschen, um nicht völlig in der Dunkelheit die steilen Leitern hinunter klettern zu müssen. Der Abstieg dauerte circa 40 Minuten und wir kamen im Dunkeln an unserem Parkplatz an.

Abschließend ist zu sagen, dass es definitiv nicht die letzte Tour für uns gewesen ist und wir eigentlich unsere Heimat viel zu wenig nutzen zum Wandern und Fotografieren. Wir wollen demnächst eine weitere Tour entlang der Malerroute zu den Affensteinen durchführen und werden auch dort unsere Kameras nicht zuhause lassen können. ;) 

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