Die Sonnenfinsternis über dem Schloss Moritzburg

Am 20.03.2015 konnten wir hautnah die partielle Sonnenfinsternis über Europa beobachten. Es war für uns eines der größten Highlights, da wir die totale Sonnenfinsternis am 11.08.1999 nicht in dem Umfang mit verfolgt haben wie die partielle. Als Jungspunde hatten wir in den Sommerferien wichtigeres zu tun, als das Phänomen am Himmel zu beobachten bzw. können wir uns dunkel daran erinnern, dass das Wetter in unserer Region am 11.08. nicht das Beste war. Wir starteten 8 Uhr, voller Vorfreude auf das Spektakel am Himmel, um rechtzeitig einen geeigneten Spot zu finden.

Wir wollten einen Ort finden, an dem es möglich ist eventuell auch einen schönen Vordergrund mit auf das Bild zu bekommen. Nach kurzer Bedenkzeit und Sichtung der örtlichen Begebenheiten via Sun Surveyor entschieden wir uns für Moritzburg. Gegen 9 Uhr begaben wir uns dann auf die Suche nach einem geeigneten Spot. Unser Ziel war es die Sonne über dem Schloss zu positionieren. Während dem Maximum der Verdunkelung wollten wir versuchen ein Bild von Sonne und Schloss zu schießen. Nach kurzem Rundgang um das Schloss entschieden wir uns für das nördliche Ufer des Schlossteiches. Problematisch war, dass wir uns durch das dichte Unterholz kämpfen mussten, um das Ufer zu erreichen. Wir ließen uns von unserem Vorhaben nicht abbringen und erreichten nach einigen Minuten unseren Spot. Er war optimal, direkt vor uns das Schloss, darüber die Sonne und keine Bäume und Äste, die uns die Sicht versperrten. Tags zuvor bastelten wir uns noch einen Filter, damit die Kamera die Aufnahmen problemlos übersteht. Nach Positionierung der Kamera richteten wir alles auf die Sonne aus und warteten, bis das Spektakel begann. Pünktlich, gegen 9:45 Uhr, begann sich der Mond vor die Sonne zu schieben. Wir waren total begeistert wie gut alles sichtbar war auf dem Kameradisplay. Nach einiger Zeit bemerkten wir, wie das Licht der Sonne nicht merklich dunkler wurde, dafür aber immer kälter. Wir schossen ein Foto nach dem anderen und strahlten vor Freude, dieses Phänomen mit erleben zu können. Es war für uns ein merkwürdiges Gefühl, als sich er Mond immer mehr vor die Sonne schob. Auch die Tiere auf dem See wurden ruhiger und kamen aus ihrem Rhythmus.

Als gegen 10:45 Uhr die Sonnenfinsternis ihren Zenit erreichte, schossen wir die letzten Aufnahmen mit dem Filter und bauten die Kamera um. Mithilfe unserer ND-Verlaufsfilter wollten wir nicht nur die Sonne an sich fotografieren, sondern auch den Vordergrund, mit ausreichend Belichtung, auf dem Bild verewigen. Wir wollten ein einzigartiges Bild kreieren. Für gute Resultate kam nur ein HDR infrage. Deshalb schossen wir einige Einzelfotos, die dann später zu Hause zu einem Bild zusammengefügt werden sollten. Auf dem Kameradisplay konnten wir die Sonne in der Unterbelichtung schön erkennen. Gegen 11 Uhr packten wir unser gesamtes Equipment wieder zusammen, da wir mit unseren Aufnahmen mehr als zufrieden waren. Zu Hause angekommen setzten wir uns sofort an den PC um die Bilder zu sichten und zu bearbeiten. Wir bemerkten schnell, dass unser HDR aufwendiger wird als zunächst angenommen. Die extreme Leuchtkraft, welche die Sonne trotz der Verdunkelung noch besaß, machte unser Vorhaben sehr schwierig. Da wir euch aber kein unglaubwürdiges Bild zeigen wollen, präsentieren wir euch die Aufnahme, wie sie entstanden ist. Die Sonnenfinsternis ist durch eine Spiegelung erkennbar, aber die Sonne strahlt zu sehr für ein spektakuläres Ergebnis. Für uns war die partielle Sonnenfinsternis ein purer Genuss, an das wir uns noch lange erinnern werden.

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